Josef Koudelka
Darwin kehrt zu Josef Koudelka zurück, wo die Fotografie an der Zugehörigkeit rüttelt. Sequenzen neigen sich dem Exil, den Grenzen, den haltlos gewordenen Körpern zu. Wir lesen diese Abzüge neben japanischen Protestbüchern, neben forensischen Landschaften, neben dem Archiv als Wunde. Eingestandenes Vorurteil: Bilder, die sich dem Zuhause verweigern. Koudelka schärft Darwins Fixierung auf Zirkulation ohne Niederlassung, auf Autorschaft, die getragen, nicht verwurzelt und von der Geschichte gezeichnet ist. Schwarz-Weiß bleibt hier als Druck bestehen, nicht als Stil, sondern als wiederkehrende ethische Körnung.